Schwabbeln macht heiß: Sexualität entdecken in einem dicken Körper

Im Ms. Fit Magazine erschien in den letzten Tagen ein Interview "Jiggle is hot" mit drei Amerikanischen Buchautorinnen, die zum Thema Sex und dicke Frauen Bücher geschrieben haben. Maria Hauf hat den Beitrag für uns übersetzt, vielen Dank.

Man kann sich weder online bewegen, noch seine Lebensmittel einkaufen ohne bombardiert zu werden mit Artikeln über Sexualität und Unsicherheit. Teste ob ihr zusammen passt, Dinge, die du über ihn wissen solltest, Dinge, die du falsch machst, wie man während dem Sex gut aussieht. Ich habe sogar vor kurzem einen Artikel gesehen, der beschrieb wie man mehr Kalorien verbraucht während man Sex hat.

Jetzt müssen wir jeden Bissen „verdienen“ indem wir vorher Sport treiben und wir müssen uns auch unsere Orgasmen verdienen indem wir Kalorien verbrennen. Wie romantisch es doch ist – „Warte mal kurz, ich versuche eben noch den dritten Durchgang Trizeps-Übungen einzubringen!“

Der Großteil an Informationen über Sex, die uns an den Kopf geworfen werden, ist nicht nur hetero-sexistisch sondern unterstützt das Denken vieler Frauen: unsere Körper sind nicht gut genug und werden es höchstwahrscheinlich auch niemals sein.

 

Die Bloggerin Maura Kelly veröffentlichte 2010 einen Beitrag auf dem Blog der amerikanischen Marie Claire um zu erörtern ob dicke Menschen in der Öffentlichkeit Zuneigung zeigen sollten. Kelly schrieb

„Ich denke ich wäre angewidert, wenn ich zwei Protagonisten voller Fettrollen dabei zusehen müsste wie sie sich küssen… weil ich angewidert wäre, mir anzusehen wie sie irgendwas machen. Ganz ehrlich, selbst im echten Leben finde ich es ästhetisch unansprechend eine sehr, sehr dicke Person durch einen Raum gehen zu sehen. Einfach so wie ich es auch erschreckend finden würde eine sehr betrunkene Person zur Bar laufen zusehen oder wie ein Heroinabhängiger in einem Stuhl zusammen sackt.“

Sie schrieb weiterhin: „Nicht, dass ihr einen falschen Eindruck von mir habt: Ich habe ein paar Freunde die man als pummelig bezeichnen könnte. Ich bin kein Dickendiskriminierer.

 

Wie man sieht sind einige ihrer besten Freunde dick – alles ist also in Ordnung. Die Bereitschaft dieser Bloggerin und anderer Dickendiskriminierer, ihre fanatische Intoleranz überall verbreiten zu wollen, beeinträchtigt die Fähigkeit von Frauen jeden Gewichts Vergnügen in ihrer Sexualität zu finden. Sie beeinflusst uns und lässt uns denken wir verdienen kein Vergnügen, oder wir hätten nicht das Recht danach zu fragen was wir wollen, seien es eine bestimmte Position beim Sex oder ein Kondom. Um dieses Thema ausführlicher zu behandeln, habe ich mit drei Frauen gesprochen die, im wahrsten Sinne des Wortes, die Standardwerke zu dickem Sex (leider nur in Englisch) geschrieben haben.

 

Virgie Tovar, MA Human Sexuality, ist die Herausgeberin des Buches Hot & Heavy: Fierce Fat Girls on Life, Love and Fashion

Hanne Blank, Autorin und Aufklärerin, schrieb Big, Big Love – A Sex and Relationships Guide for People of Size (and Those Who Love Them)

Rebecca Weinstein, Anwältin und MSW (Master of Social Work), schrieb Fat Sex, the Naked Truth. Für mehr Informationen: www.fatsexthebook.com

Virgie Tovar
Virgie Tovar

Ragen Chastain: Was hat euch dazu gebracht euer Buch zu schreiben?

 

Virgie Tovar: Hot & Heavy fühlte sich an wie eine dringend benötigte und andersdenkende Stimme mitten in dem Kampf gegen Übergewicht, und das Projekt war eine Herzenssache. Ich war mein ganzes Leben dick und der erdrückende Hass gegen dicke Menschen, dem ich ausgesetzt war (und bin) hatte einen enormen Einfluss auf die Frau, die ich geworden bin und die Art wie ich Sex habe.

 

Hanne Blank: Ich habe Big, Big Love geschrieben nachdem ich angefangen habe Seminare über Sex und dicke Körper zu geben. Mir sind die fehlenden Informationen zu körperlicher Vielfalt in der wachsenden sex-positiven Gemeinschaft aufgefallen. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung als dicke Person, die sexuelle Beziehungen mit einer Anzahl dicker Menschen hatte und als Sexualpädagogin, die mit anderen dicken Menschen gearbeitet hat, und als size-positive Aktivistin war ich bereit diese Art von physischer Vielfalt im Bereich der Sexualität anzusprechen.

 

Rebecca Jane Weinstein: Ich gründete PeopleOfSize.com, eine Website die verschiedene Themen rund um das Dicksein anspricht, vor etwa vier Jahren. Eines der Themen, die immer wieder angesprochen wurden, war Sexualität und Intimität. Es ist ein offensichtlicher Bereich der viel Interesse und Konflikte hervorruft, aufgrund vieler Ursachen. Meine Mutter war diejenige, die bemerkte, dass dieses Thema ausführlicher behandelt werden sollte und schlug mir vor, ich solle ein Buch schreiben. Sie hatte Recht, ich war überwältigt von den vielen Menschen die mir ihre Geschichte erzählen wollten.

 

Ragen: Denkt ihr die momentane Situation für Frauen und Schönheit, Schönheitsideale und Diäten beeinträchtigt die Fähigkeit von Frauen im Bereich Sexualität selbstbestimmter zu sein? Wenn ja, warum?

 

Hanne: Ja, das denke ich. Unsere Ideologie über weibliche Körper konzentriert sich auf etwas, das im Grunde genommen eine Dynamik des Konsums ist: ist der weibliche Körper der richtige Körper, um von Männern gewollt zu werden, begehrt zu werden, besessen zu werden? Das heißt, dass von Anfang an unwichtig ist, was Frauen wollen – abgesehen von dem Begehren, das sie haben könnten begehrt zu werden, gewollt zu werden, besessen zu werden. Sie denken darüber nach, wie sie ihren Körper begehrenswert für andere Menschen machen können. Kurz gesagt, durch den Druck der von populären Schönheitsidealen und Körperkonformität ausgeht, werden Frauen belehrt sich selbst als Objekte zu sehen.

 

 

Rebecca Jane Weinstein
Rebecca Jane Weinstein

Das heißt also sie denken nicht an solche Dinge wie ob sie Spaß an körperlichem Kontakt haben, allgemein sinnliche Erfahrungen in ihrem Körper, ihre sexuellen Wünsche, welche romantischen oder erotischen Dinge sie mögen, welche physischen Gefühle sich gut für sie anfühlen, was sie von ihren sexuellen Erfahrungen möchten (wenn sie sich dazu entscheiden, diese zu haben)… und diese Dinge sind ziemlich wesentlich. Durch meine Erfahrung als Sexualpädagogin, kann ich alles in allem sagen, dass viele Frauen damit enden, dass sie nicht wissen was sie sexuell wollen und nicht einmal wissen wie sie diese Dinge herausfinden können weil das Einzige, was ihnen über ihren Körper beigebracht wird, ist wie sie am besten ihren Körper in etwas verwandeln, das jemand anderes sexuell begehrt.

 

Rebecca: Mit unbegrenzten Medien und Internet wird es schlimmer und schlimmer – wir werden mit bestimmten Bildern und Perspektiven überflutet. Heutzutage haben Menschen das Gefühl, sie hätten das Recht ihre Meinungen jederzeit kund zu tun und so erzählt jeder die ganze Zeit was falsch und richtig ist an ihren Körpern. In diesem Zusammenhang ist Selbstbestimmung schwierig, denke ich.

 

Virgie: Definitiv. Frauen wird beigebracht, dass der Wert unserer Person stark zusammenhängt mit den immer unmöglicheren Schönheitsidealen – und ganz besonders mit den immer unmöglicheren Schlankheitsidealen. Wir wissen aus Studien, dass Frauen, die denken sie würden diesen Idealen nicht gerecht werden, öfter falsche Entscheidungen treffen, wenn es um ihre Sexualität geht. Wir fühlen uns nicht befugt, um Dinge zu verhandeln die wir erwarten oder die helfen unsere Körper zu schützen, wie zum Beispiel die Benutzung von Kondomen. Ich gebe dir ein Beispiel aus meinem eigenen Leben. Weil mir mein ganzes Leben lang erzählt wurde, mein dicker Körper bedeute, dass niemand jemals mit mir ausgehen, mit mir schlafen, mich heiraten, oder auch nur lieben würde, dachte ich, als ich anfing Sex zu haben, ich hätte kein Recht „Nein“ zu sagen. Sobald ich die Möglichkeit hatte Sex zu haben oder jemand mit mir ausgehen wollte, sollte ich ja „froh“ sein, dass mich überhaupt jemand wollte. Und deswegen traf ich eine Menge Entscheidungen, die ich jetzt als gefährlich und möglicherweise sogar lebensbedrohlich ansehe, nur weil mir beigebracht wurde mein Körper sei wertlos. Ich habe damals meinen Körper gehasst und dachte ich müsste mich nicht um ihn kümmern. Sobald wir über Körperbild und Sexualität sprechen, sprechen wir nicht nur über ein persönliches Problem. Wir sprechen über ein Problem der öffentlichen Gesundheit.

 

Ragen: Was hat euch am meisten während des Schreibprozesses überrascht?

 

Rebecca: Wenn ich mein Buch in ein paar Worten beschreiben soll, sage ich oft, dass ich gelernt habe, dass die vorherrschende Behauptung, etwas das wir unser ganzes Leben schon gehört haben, ein Cliche ist: was wirklich zählt, ist wie du über dich selbst denkst. Es ist gleichzeitig etwas abgedroschen und auch eine sehr schwierige Realität. Mit den Bildern und Ideen über unsere Körper, Sex und Scham, die uns überall begegnen, kann es ein gewaltiger Kraftakt sein ein positives Konzept von sich selbst zu haben. Aber das scheint der Schlüssel zu befriedigenden sexuellen Beziehungen zu sein. Viele von uns fallen oft hin, aber sobald man an dem Punkt angelangt ist, sich selbst zu lieben, reagieren andere darauf dementsprechend. Niemand, mit dem ich gesprochen habe, der sich in seiner Haut wohl fühlte, hatte ein Problem Partner, oder Liebe, oder was auch immer sie gesucht haben, zu finden.

 

Virgie: Ich musste viel lernen, während ich das Buch fertiggestellt habe. Ich habe wirklich daran geglaubt, dass dicke Frauen die ihre Körper lieben, magische Wesen sind, die durch die untragbaren Erwartungen von Körpern in unserer Gesellschaft unbeschadet hervorgegangen sind. Ich dachte sie wären wie magische Einhörner mit geheimnisvollen Kräften. Als ich anfing ihre Geschichten zu lesen, stellte sich heraus, dass dieses Denken weit von der Realität entfernt war. Frauen die sich selbst lieben, trotz des gesellschaftlichen Imperativs von Selbsthass, sind sehr mutig und sehr stark und hatten sehr viele herzzerbrechende Kämpfe, die auch ich hatte, aber sie haben sich entschlossen, sich zu wehren. Es hat sich herausgestellt, dass sie wirklich magisch waren, aber aus anderen Gründen, als ich anfangs dachte.

 

Hanne: Am meisten hat mich überrascht – beide Male, als ich dieses Buch geschrieben habe und als ich neue Recherchen für die nächste Edition gemacht habe – wie viele dicke Menschen, die ich getroffen habe, kein Problem damit hatten ihre eigene Anziehung für andere dicke Menschen zu verstehen, aber immer noch Schwierigkeiten damit hatten zu verstehen wie andere Menschen sie anziehend finden könnten.

 

Ragen: Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die ihr euch wünschen würdet, wenn Menschen über dicken Sex nachdenken?

 

Virgie: Dicker Sex passiert! Es gibt Sex – sehr, sehr heißen Sex – auch mit mehr als 55 kg (oder was auch immer das willkürliche Ideal im Moment ist). Es gibt dieses weit verbreitete Märchen, dass Rettungsringe das Sexleben zerstören, weil dicke Menschen – und besonders Frauen – angeblich nicht begehrenswert sind und niemals Sex, Liebe oder Beziehungen haben können. Das ist einfach falsch. Dieses Märchen verletzt Menschen aller Gewichtsklassen und hindert uns daran wilden, belebenden und leidenschaftlichen Sex zu haben, den wir verdienen. Im Moment, mit 125 kg  habe ich den besten Sex den ich jemals hatte, und zwar nur weil ich weiß, dass ich Leidenschaft verdiene. Ich denke, dass ich Leidenschaft verdiene weil ich mich entschieden habe meinen Körper nicht zu hassen.

Schwabbeln ist heiß. Wir leben in einer Kultur die schwabbelnde Körper verachtet, aber ich bin hier um euch zu sagen, dass schwabbeln ziemlich sexy ist! Anstatt ständig zu versuchen, dich so zu positionieren, dass dein Bauch flach aussieht oder dein Doppelkinn nicht zu sehen ist oder deine Brüste nicht hängen, konzentrier dich auf den Genuss von Sex und finde Partner die das mit dir zusammen tun.

Ich glaube fest daran, dass Diäten heißem Sex im Weg sein können. Damals, als ich Diäten gemacht habe und zwanghaft Sport getrieben habe (zu dem Zeitpunkt dachte ich nicht, es wäre zwanghaft und war stolz auf meine „Willenskraft“), dachte ich, das wäre es Wert, weil ich mehr Dates bekommen würde. Na ja, ich hatte schon mehr Dates. Trotzdem hat mein Sexleben zu diesem Zeitpunkt einen Tiefpunkt erreicht, weil ich meinen Körper so sehr gehasst habe. Ich habe mich ständig zurück gehalten, weil ich mein Idealgewicht noch nicht erreicht hatte. Meiner Meinung nach versetzen uns Diäten in einen zukunftsorientierten Zustand, der uns niemals die Gegenwart  geniessen lässt. Da unsere Kultur keine gesunde Einstellung gegenüber Körpermasse besitzt, ist es sehr einfach, sich ein vernichtendes und zwanghaftes Verhalten einzuprägen, ohne dass es jemand – nicht mal wir selbst – merkt. Mit und in seinem Körper im Reinen zu sein, ist der beste Weg, genau das Sexleben zu bekommen, das man möchte. Du musst deinen Körper wert schätzen, um mit ihm im Reinen zu sein.

 

Hanne: Es gibt so etwas wie „dicken Sex“ nicht. Es gibt nur Sexualität. Menschen unterschiedlichster Körperformen leben ihre Sexualität auf den unterschiedlichsten Wegen aus, mit einer Vielzahl an Partnern die ebenso unterschiedliche Körperformen haben. Punkt.

Je mehr man sich in seiner eigenen Haut wohlfühlt, desto besser wird der Sex sein den man hat. Das ist so gut wie garantiert.

Sexuelles Begehren ist keine Zahl auf der Waage oder der Kleidergröße.

 

Rebecca: Einstellungen über fette Menschen und Sexualität sind kulturell bestimmt, aber das heißt nicht, dass nur kulturelle Einstellungen eine Rolle spielen. Aus dem was ich gelernt habe, kann ich schließen, dass es ein viel größeres und vielschichtigeres sexuelles Interesse an verschiedenen Menschen gibt, als uns unsere Umgebung und Medien glauben lassen. Die Schwierigkeit ist, sich mit Impulsen anzufreunden, während die Gesellschaft sie grundsätzlich verurteilt. Viele Menschen mit denen ich gesprochen habe, hatten das Gefühl sie seien minderwertig wenn sie jemanden begehrten, der nicht die gängigen Schönheitsideale erfüllte. Der Sexualtrieb ist meistens stark genug um dieses Gefühl zu bewältigen, aber einige Leute leben in der Heimlichkeit, für einige Zeit zumindest. Letztendlich fühlen sich Menschen von mehr Menschen angezogen als sie manchmal zugeben möchten.

Zusätzlich scheint es, dass die Art wie man aufwächst sehr großen Einfluss darauf hat, wie man über sexuelle Beziehungen denkt. Menschen reflektieren das, was sie in ihrer Kindheit geglaubt haben. Während meiner Interviews schienen Menschen, die in Selbsthass aufgewachsen sind, dies auch als Erwachsene tun. Dagegen konnten die, die in Selbstlieb groß wurden, dies auch später noch. Was wir als Kinder beigebracht bekommen, scheint stärker zu sein als jede kulturelle Norm.

 

Ragen: Was ist in eurer Meinung das Wichtigste, das ich in diesem Artikel verständlich machen sollte?

 

Hanne: Der Genuss von Sex und gute sexuelle Beziehungen sind keine Belohnung die man für die „richtige“ Art von Körper erhält. Sie erscheinen nicht automatisch, weil der Körper bestimmten Parametern entspricht, und verschwinden nicht, wenn er es nicht tut.

 

Virgie: Seinen Körper zu lieben ist harte Arbeit, ihn zu hassen aber auch. Letzteres scheint einfacher, weil es kulturell so vorherrschend ist, aber die in Wirklichkeit sind es beide gleichwertige und schwierige Kämpfe. Nur, dass ein Weg zu sexueller Selbstbestimmung führt und der andere zu ziemlich schlechtem Sex (zumindest in meinem Fall).

 

Rebecca: Ich erzähle viele traurige Geschichten in meinem Buch. Auch fröhliche, und Geschichten über das Wachsen. Aber es ist nicht alles nur Spaß und Ausgelassenheit. Einige Menschen kritisierten was sie als negativ empfanden und fanden, ich hätte eher so etwas wie ein Cheerleader für dicken Sex sein sollen. Aber mein Buch besteht aus echten Geschichten und echte Menschen fühlen nunmal oft Schmerz. Es ist wichtig für den Heilungsprozess, dies schamlos auf den Tisch zu legen und zu zeigen, dass diese Menschen nicht alleine sind und von anderen lernen können.

Ich glaube daran, dass Geschichten zu erzählen, in ihrer Ganzheit und mit Makeln, befreiend sein kann. Es ist nicht der einzige Weg zur Selbstbestimmung, aber es ist ein wichtiger Weg. Es gibt Kraft zu wissen, dass man nicht abgeschottet ist von „allen anderen“. Ich entschuldige mich nicht dafür, dass Menschen oft weinen wenn sie mein Buch lesen. Als menschliche Wesen ist es uns erlaubt Schmerz zu fühlen und diesen auch auszudrücken. Und uns ist es erlaubt, daran zu arbeiten ihn zu überwinden und stärkere und glücklichere Menschen zu werden. Ich finde, das ist eine sehr positive Botschaft.

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Kommentare: 10
  • #1

    Grobi (Montag, 05 Mai 2014 18:23)

    Ich finde dieses Interview sehr ermutigend und möchte dazu sagen, dass mein persönliches Liebesleben sich in ungeahnte Höhen geschraubt hat, seit ich Kleidergröße 50 anstelle von damals 38 trage. Ich war damals auch nicht unattraktiv, aber nie zuvor habe ich mich so begehrt gefühlt wie als dicke Frau.
    Letztendlich habe ich einen Mann geheiratet, der mich samt meiner Pfunde liebt und diese auch genießt. Davon gibt es mehr, als so manche Pummelelfe denkt. Lieben Gruß

  • #2

    Mollige Frau (Mittwoch, 28 Mai 2014 16:41)

    Sex mit uns Dicken ist einfach geiler ;-) bei uns gibts mehr zu "lieben" :D

  • #3

    Maria (Montag, 21 Juli 2014 10:31)

    Schade, das es diese Bücher nicht in deutscher Übersetzung gibt.

  • #4

    Walter (Donnerstag, 14 August 2014 06:21)

    Kann mir seit meiner frühesten Jugend nur Sex mit dicken Frauen vorstellen. Diese haben mich immer begeistert, die sexiuellen Erlebnisse mit einer ehr dicke Frau möchte ich nicht vermissen,.

  • #5

    Elke S. (Donnerstag, 28 August 2014 11:13)

    Schönheitsideale gehen fast immer an der Realität vorbei. Dick war in nahrungsknappen Zeiten chic, wo es nicht genug Nahrungsmittel gab, daß sich jeder fundfuttern konnte. Jetzt leben wir im Überfluß mehr oder weniger wertvoller Nahrungsmittel und sollen reichlich (!) schlank sein. Und wenn mann/frau mit offenen Sinnen durch das Leben geht, dann lernt man Menschen kennen, die sich ganz anders verhalten und anderes schön finden. Die Ideale verlieren im echten Leben oft ihre Gültigkeit. Als ich mich in jungen Jahren schlanker gehungert/diätet habe, die Erfahrung teile ich, sank mein erotisches Leben mit meinem Gewicht.

  • #6

    Manni Block (Sonntag, 31 August 2014 07:38)

    Die Autorinnen schreiben:
    "Schwabbeln ist heiß. Wir leben in einer Kultur die schwabbelnde Körper verachtet, aber ich bin hier um euch zu sagen, dass schwabbeln ziemlich sexy ist!"
    Das kann ich bestätigen. :) Ich bin einer dieser Männer, die auf dicke Frauen stehen. Lasst euch nicht einreden, dass am Dicksein oder Dicke geil finden irgendetwas nicht normal ist.

  • #7

    Norman (Montag, 29 September 2014 16:47)

    Schwabbeln ist total sexy! Ein echter Geheimtipp ;-)

  • #8

    Manuel (Mittwoch, 17 Dezember 2014 14:27)

    Auch ich möchte eine Lanze für dicke Frauen brechen.
    Meine Freundin hat Kleidergröße 46 (bei 1,64m) und ist die erotischste Frau der Welt. Ich genieße es, wenn Männer, die mit ihren 'Vorzeige-Frauen' durch die Stadt gehen, meiner Freundin hinterhergucken, weil ich weiß, dass sie sich insgeheim auch nach Rundungen sehnen.
    In der Zeit, in der ich Single war, hatte ich drei 'Sex-Beziehungen', alle mit dicken Frauen. Dünne Frauen machen mich einfach nicht (mehr) an, so sehr ich mir auch 'Mühe gebe'. Und dass Schwabbeln sexy ist, daran gibt es keinerlei Zweifel...! :-)
    Allerdings sollte man auch als Molly-Liebhaber nicht die Gleichung aufmachen 'dick = sexy', denn auch bei dicken Frauen gibt es Proportionen (die nichts mit 'mehr oder weniger dick' zu tun haben, sondern mit der Verteilung des 'Specks'), die mich mehr oder weniger antörnen. Der Unterschied ist nur, dass bei dicken Frauen die Bandbreite der Möglichkeiten größer ist (mehr Speck bedeutet eben auch mehr Möglichkeiten, wie sich dieser verteilt), so dass man als Mann mehr zu entdecken hat... ;-) Meine Freunde wissen von meiner Vorliebe und ich muss sie immer bremsen, wenn sie bei jeder dicken Frau gleich meinen, sie wäre nach meinem Geschmack.
    Dennoch: Vielleicht mache ich mit meinem Post dicken Frauen Mut, sich zu zeigen (auch beim FKK, im Schwimmbad oder sonstwo), denn die 'missachtenden Blicke' vieler Männer sind meiner Meinung nach nur 'getarntes Interesse' an natürlicher Weiblichkeit. Viele Männer, die gucken, denken sich 'boah, die ist scharf' und wenn ihre Freunde dann fragen, wieso sie gucken, sagen sie: "Na weil die so fett ist." :-)))

  • #9

    Ein Lauch mit kurviger Freundin (Montag, 18 Juli 2016 18:03)

    Ein sehr guter Beitrag. Ich kämpfe im moment dafür, dass sich meine Freundin (1,60 und 73kg, also fast 10kg mehr wie ich mit 1,85m) auch akzeptiert wie sie ist. Sie versucht sich immer wieder mit diäten, aber seit ich sie kenne, hat sie mehr zugenommen. Nicht das ich das schlimm fände, aber es zeigt, wie schlecht diese Diäten sind.
    Ich selbst habe auch erst vor einem Jahr begonnen, langsam zu verstehen wie sehr ich die Kurven an meiner Freundin liebe. Anfangs wollte ich immer, dass sie etwas abnimmt, habe ich ihr jedoch nie gesagt aufgrund ihres ohnehin geringen Selbstwertgefühles. Wenn ich heute auf Fotos von damals zurückschaue fällt mir auf, wie ich es damals schon unterbewusst gemocht habe. Ich habe auf sehr vielen Bildern die Hand an ihrem Speck, weil ich ihn gerne angefasst habe. Aber aufgrund des gesellschaftlichen Zwangs, eine schlanke Frau zu haben, habe ich mir das wohl selbst nie eingestanden.
    Nun, wo ich mich selbst besser kenne, und aufgehört habe nach irgendwelchen gesellschaftlichen Maßen zu leben, werde ich mich dann daran versuchen, ihr zu helfen sich selbst zu akzeptieren. Ich denke da wird mir eure Seite sehr helfen. Danke dafür :)

  • #10

    Rosa (Freitag, 23 September 2016 12:39)

    Schade ,das diese Bücher nicht in deutsche Übersetzt werden.
    Hätte ich gerne gelesen .