Mediendiät und neue Vorbilder

Nun folgt der 3. Teil von Anja´s 8 Schritten um sich im eigenen Körper wohler zu fühlen. Anja hat das Wort: 

 

Als erstes: Es tut mir leid, dass der Blogbeitrag so lang gedauert hat! Tatsächlich hatte ich den ganzen Oktober das Leere-Blatt-Syndrom. Das habe ich jetzt zum Glück überwunden und heute schauen wir uns an,

  • warum eine Mediendiät nützlich sein kann, um Dich in Deinem Körper wohler zu fühlen, und
  • wie Dir auch neue Vorbilder dabei helfen können.

Mediendiät?

 

Was meine ich eigentlich mit einer Mediendiät? Im Idealfall: Frauenzeitschriften und Klatschmagazine meiden und TV aus. 

Studien haben gezeigt, dass beim Lesen von Frauenzeitschriften innerhalb weniger Minuten die Stimmung sinkt und der innere Druck steigt, schlanker sein zu müssen. In Klatschmagazinen wird hemmungslos über die Figur der Stars und Sternchen hergezogen und geurteilt: Ist Heidi Klum gerade noch besorgniserregend dünn, erinnert Mariah Carey ein paar Seiten weiter nach Meinung der Redaktion an einen Stamm (Zitat des OK!-Magazins). Der Grat, auf dem es zur Abwechslung mal nichts an einer Figur auszusetzen gibt, ist verdammt schmal.


Doch nicht nur in Frauenmagazinen, auch im Fernsehen werden wir so gut wie immer mit nur einem Figurtyp konfrontiert: dem schlanken Menschen mit definierter Figur. Und nicht nur das: Wenn mal fülligere Menschen vorkommen, sind es meist die Lachnummern oder sie werden klischeehaft als faul, undiszipliniert und erfolglos dargestellt. Melissa McCarthy darf die lustige Dicke spielen, mehr aber auch nicht. Was ist das Ergebnis des Ganzen? Menschen, die dick sind, sehen sich einem Haufen Vorurteilen ausgesetzt, die tagtäglich in den Medien neu zementiert werden. Und Menschen, die schlank sind, haben Angst davor, zuzunehmen und dick zu werden.


Lust auf ein kleines Experiment?


Wäre es nicht spannend, ein kleines Experiment zu wagen? Wie wäre es, wenn Du zwei Wochen oder einen Monat nichts von all dem konsumierst (falls du das nicht eh schon tust)? Und Dich stattdessen mit Bildern und Artikeln von Menschen umgibst, die verschiedene Figurtypen zeigen, und die zufrieden mit sich sind. Das können Internet- oder Facebookseiten sein, denen du folgst, oder auch eine selbsterstellte Collage von Frauen und Menschen, die du inspirierend findest.

Es gibt mittlerweile viele Bloggerinnen, die sich zeigen wie sie sind und mit jeder Figur selbstbewusst tragen, was ihnen gefällt. Auch in der Modelwelt wächst die Vielfalt langsam, aber sicher. Von Kate Moss bis Tess Holliday sind inzwischen viele Größen vertreten. Ich sehe zwar immer noch Ausbaubedarf, was z. B. die Repräsentation verschiedener Hautfarben oder auch älterer Frauen angeht. Aber es bewegt sich etwas!

Damit du nicht lange nach geeigneten Websiten, Blogs oder Models suchen musst, werde ich bis Samstag eine Liste veröffentlichen, auf der Du am Wochenende ein wenig schmökern gehen kannst  Während Deiner Mediendiät und der Zeit mit Deinen neuen Vorbildern beobachtest Du, ob und wie sich Dein Blick auf Dich selbst und andere ändert. Und entscheidest dann, ob Du dabei bleiben, lieber zu Deinem vorherigen Medienkonsum zurückkehren oder vielleicht auch beides mischen möchtest.

 

Meine eigenen Vorbilder

 

Meine Facebook-Timeline sieht mittlerweile so aus, dass ich eine Reihe körperpositiver Seiten sowie verschiedene Models und Bloggerinnen geliked habe, so dass ich tagtäglich mit einer Vielfalt an Bildern und Menschen „versorgt“ werde. Eines meiner aktuell liebsten Vorbilder ist für mich persönlich Ashley Graham (Du kannst in der unteren Leiste deutsche Untertitel einschalten):

Dazu kommt, dass ich bei meiner Arbeit als BH-Beraterin mehrere hundert Frauen allen Alters in der Regel halbnackt gesehen habe, ihre Vielfalt, Schönheit und Verletzlichkeit erlebt habe und ich glaube, mir hätte nichts Heilsameres geschehen können, um gegen „überperfekte“ Medien- und Werbebilder nahezu immun zu werden. An dieser Stelle möchte ich einmal Danke sagen für das Vertrauen, das mir viele der Frauen in der Umkleidekabine entgegengebracht haben!

 

Vorbild sein für Andere

 

Es ist nicht nur wichtig, wen wir uns als Vorbild suchen, sondern auch, was wir selbst für ein Vorbild abgeben. Ich denke hier insbesondere an Kinder und Jugendliche, die natürlich aufnehmen, wie wir zum Beispiel über das Thema Essen oder unsere Figur reden! In meiner digitalen Schublade wartet darum beispielsweise der Artikel „Mütter, Töchter und Diäten“ auf seine Fertigstellung.

  

Einladung in die Facebook-Gruppe


Als Leserin meiner Artikelserie „8 Schritte, um Dich in Deinem Körper wohler zu fühlen“ lade ich Dich herzlich in unsere Facebookgruppe ein! Dort kannst Du Dich mit anderen Leserinnen und mir austauschen, Fragen stellen und Dir Unterstützung auf der Reise zur Körperakzeptanz suchen. Die Teilnahme ist kostenlos und die Gruppe ist geschlossen, so dass nur Mitglieder lesen können, was wir in unseren Beiträgen schreiben. Ich freu mich auf Dich!

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Kommentare: 1
  • #1

    Natalia (Montag, 23 November 2015 16:36)

    Hallo,

    das mit der Mediendiät finde ich einen wunderbaren Vorschlag. Wenn ich bedenke, wieviele ausschließlich schlanke Frauen da über den Bildschirm wandern... Wenn dann doch mal eine dicke Person kommt, dann wird sich garantiert über die lustig gemacht. Danke für die guten Tipps, die Seite von Euch macht richtig Mut.

    Liebe Grüße
    Natalia