Eine Studie über die verschiedenen Positionen der Wirbelsäule in Verbindung zur Anmut des menschlichen Körpers

Wir haben eine ungewöhnliche Anfrage zu einem Kunstprojekt erhalten, bei der dicke Menschen gesucht werden:

 

Die Choreografie untersucht eine existenzielle Frage zum menschlichen Körper, die wir uns vor allem in der heutigen Zeit stellen müssen: Wieso ist vertikal zu stehen anmutig?

 

Das Fleisch, das Begehren symbolisiert, hüllt und unterstützt unsere Wirbelsäule, um sie vertikal zu halten. Unser Fleisch kann aber auch an unserer Wirbelsäule hängen und die aufrechte Form erschweren. Die Wirbelsäule schwebt wie ein verkörperter Geist in der Luft.

Bewegungsrecherche:

 

Studie 1

Der Schwerpunkt meiner Arbeit "Bewegungen der Wirbelsäule", ist die Unmöglichkeit aufzeigen, dass die Wirbelsäule einzig und allein, vom Halswirbel bis zum Steißbein, bewegt werden kann.

Somit untersuche und definiere ich Bewegungen der Wirbelsäule. Es sind zum Beispiel Bewegungen, die aus der Wirbelsäule entstehen und Bewegungen, die zuvor von einem anderen Körperteil erzeugt wurden und dann in der Wirbelsäule ankommen und wirken. Demnach zählen alle Bewegungen, die die Wirbelsäule auffällig machen oder assozieren, auch wenn andere Körperteile die Bewegung auslösten, zu meiner Definition der "Bewegungen der Wirbelsäule". Vor diesem Hintergrund untersuche ich einen Ursprung der Rückgrattiere und deren Evolution, wobei weitere Bilder von Wirbelsäulenformen erforscht werden.

 

Studie 2- über griechische Skulpturen

 

Ein ideales Menschenbild wird oft durch den menschlichen Körper wiedergegeben, was sich in der griechischen Kunst besonders in Skulpturen wiederspiegelte. Der Humanismus der Griechen fasste die Verwirklichung von echter Schönheit im Geist auf. Ich interpretiere diesern Aspekt über Schönheit und darüber hinaus Friedrich von Schillers Ästhetik-Konzept "Anmut". Dabei wird die Skultptur imitiert, über sie nachgedacht und figurativ dargestellt.

 

DAUER: 50min.

ORT: Uferstudio 14

Datum: 10. + 11. Juni

 

Unsere DarstellerInnen, die korpulent sind, müssen auf der Bühne nackt sein. Die Bühne ist nicht die ganze Zeit lang hell, sondern dunkel wie eine Nacht.

Wir würden ab Mitte Mai in den Uferstudios in Berlin-Wedding zusammen Bewegungen recherchieren und proben. Die Vorstellung findet dann am 10. + 11. Juni statt. Fortgeschrittenes tänzerisches Können wird nicht vorausgesetzt. Ich entwickle in diesem Projekt eine Studie über die verschiedenen Positionen der Wirbelsäule in Verbindung zur Anmut des menschlichen Körpers. Die Gage für Künstler ist 800-900 Euro und mit Vertrag von Ernst Busch versichert.

 

Bei Interesse wendet Euch bitte an I-Jung Lim

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Sabine Llulluni (Dienstag, 09 Mai 2017 06:36)

    Ich würde mich gerne zur Verfügung stellen

  • #2

    Gisela (Dienstag, 09 Mai 2017 07:32)

    Hallo Sabine,
    Im Text steht eine Mailadresse und dahin musst Du Deine Bewerbung schicken. Ob die Künstlerin hier in die Kommentare schaut, ist fraglich.

    Viel Erfolg Gisela