Buchvorstellung "Erdbeerzeit"

Ein neuer Roman mit einer dicken Hauptdarstellerin ist erschienen. Solche Bücher lese ich immer gerne, schon alleine, weil es so wenige gibt. So habe ich einen Teil meiner freien Weihnachtszeit mit diesem Buch verbracht: 

 

In Erdbeerzeit von der Autorin Anja Siouda handelt es sich um Angela, die in einer unglücklichen Ehe im wesentlichen depressiv und essend ausharrt und die Kinder irgendwie versorgt und sich von ihrem Ehemann demütigen lässt. Der Ausweg ist überraschenderweise eine Stelle im Altersheim.

Ich würde gerne noch mehr erzählen, aber das ist bei einem Roman ja fast ein bisschen fies. Das lässt sich nur mit einer Krimibesprechung toppen, in der man schon mal verkündet, wer der Mörder ist. 

 

Das Buch hat sich gut gelesen, ich war schnell in der Geschichte drin und es hat mich sehr interessiert, wie es weitergeht. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings an der etwas klischeehaften Darstellung der dicken Hauptfigur. Unglücklich isst sie ohne Ende, kaum wendet sich das Blatt, nimmt sie wie von alleine ab. Leider weiß ich, dass das eine mit dem anderen bei vielen dicken Menschen überhaupt nichts miteinander zu tun hat. Das nur als einen Abzugspunkt sozusagen in der B-Note. Ansonsten ein sehr schöner Roman für lange Wintertage.