Dick sein, ein schweres Los

 

Dicke Menschen haben es schwer. In der industrialisierten Welt, der Welt voller Überfluß, gilt ein dicker Körper als Makel und in keinster Weise mehr als Statussymbol. Ein dicker Mensch wird überhäuft mit Vorurteilen und Stereotypen, muß es sich doch um eine verfressene, faule und unkontrollierte Person handeln. Dick soll einhergehen mit einem ungesunden Lebensstil, der gesellschaftlich geächtet wird.

 

Logisch, daß viele dicke Menschen selber glauben, ihr einziges Lebensziel und Glück wäre ein schlanker Körper. Wie soll man sich auch der Gehirnwäsche aus Zeitschriften und Fernsehen, von Freunden und Ärzten und aus der gesamten Fitneßwelt entziehen?

 

Verständlich auch, daß bei vielen Diskriminierungen, Einschränkungen und Beleidigungen gegenüber dicken Menschen sich Betroffene nicht wehren, da sie doch selber von der individuellen Schuld ausgehen.

 

Es gibt zahlreiche Facetten von Diskriminierungen gegenüber dicken Menschen und sicherlich können wir nicht alle auf dieser Webseite vorstellen. Wahrscheinlich ist die Vielfalt beängstigend groß. Diskriminierung soll dabei als sehr weiter Begriff von Einschränkungen aufgrund der äußerlichen Erscheinung begriffen werden.

 

Mein alltägliches Los – ich bin dick

 

Tag für Tag, mit jedem Moment, in welchem dicke Menschen mit anderen Menschen in Kontakt kommen, kann es zu dummen Bemerkungen kommen. Für viele Dicke bedeutet dies, sich genau zu überlegen, wann sie einkaufen gehen oder darüber nachzudenken, ob und wo sie einen gemütlichen Spaziergang machen. Gedanken, einfach mal langsam joggen zu gehen, oder im Park Gymnastik zu machen, sind für viele dicke Menschen nicht fremd, weil sie nie und nimmer joggen würden, sondern weil sie die entsprechenden Blicke fürchten. 

 

Hier kannst Du weiterlesen, warum ich lieber das Wort "Dick", als beispielsweise "Vollschlank" verwende.