Ziele helfen

 

Selbst wenn Deine Ziele am Anfang nur klein sind, legen für Dich selbst Ziele fest. Übrigens auch Oberziele. Es darf und soll nicht zu viel werden. 

 

Ziele können Dir helfen, Schritte realistisch zu planen und Erfolge zu sehen. Dennoch entscheidest natürlich Du, ob dies sinnvoll ist oder nicht. Das wichtigste Ziel sollte in jedem Fall sein, das zu tun, was Du tun willst. Wir haben als dicker Mensch zahlreiche Menschen um uns, die immer schon mitreden wollten. Eltern, Lehrer, Ärzte, gute Freunde, ja sogar der Nachbar auf der Straße, alle meinen das Recht zu haben, für uns Ziele zu formulieren oder uns zumindest gute Ratschläge zu geben. Diesmal geht es allein um Deine Ziele! Durch welche (sportliche) Leistung kannst Du Dir vorstellen, auf Dich stolz und mit Dir zufrieden zu sein? 

 

Deine Ziele können auf einer breiten Palette von kleinen und großen Zielen liegen. Sie können gleich ein Sportprogramm umfassen, sie können aber auch erst mit Zielen im alltäglichen Leben sein, die zwangsläufig zu mehr Bewegung führen. Dazwischen liegen zahlreiche Zwischenziele. Hier sind mal einige Ziele in aufsteigender Reihenfolge aufgeführt. Sie sollen beispielhaft dazu dienen, Deine eigene Zielfindung zu erleichtern.

 

  1. Die TV-Fernbedienung wird weggesperrt. Für zukünftiges Umschalten der Programme werde ich aufstehen.
  2. In Fernseh-Werbepausen bringe ich den Müll zur Mülltonne und laufe dort noch eine Extrarunde.
  3. Meine Nachbarin wird zu Fuß besucht, anstatt sie anzurufen. Außerdem erzähle ich ihr von meinem Plan, aktiver zu sein.
  4. Meinen Einkauf erledige ich zu Fuß, oder wenn ich mit dem Auto fahre, parke ich weiter weg von den Geschäften und laufe dorthin.
  5. Ich steige zwei Haltestellen vor meiner eigentlichen Haltestelle aus dem Bus aus und laufe den Rest mit schnellem Schritt.
  6. Zweimal die Woche gehe ich eine halbe Stunde nach oder vor dem Abendessen spazieren. Ich spiele aus Spaß einmal die Woche Federball.
  7. Dreimal die Woche beginne ich den Tag mit Rückengymnastik. Ich entwickle zunehmend Gefühle für die unterschiedlichen Rückenpartien und deren Verspannungen.
  8. Ich tanze täglich zehn Minuten durch meine Wohnung und schließe zehn Minuten Gymnastik an.
  9. Spaziergänge dehnen sich zu kleinen Wanderungen aus. Ich gehe auf eine Tanzparty.
  10. Ich kaufe ein Fahrrad und fahre damit in Zukunft zur Arbeit.
  11. Mit guten Schuhen und neuen Walking-stöcken wechsle ich Spaziergänge mit schnellen Walking-partien ab.
  12. Wochenendwanderungen werden durchgeführt, eventuell gemeinsam mit dem örtlichen Wanderverein.
  13. Ich werde Mitglied in einem Turnverein und treibe regelmäßig Sport in der Gruppe.
  14. Ich trainiere für mehrere Wochen hin auf ein längeres Rennen. Das Passieren der Zielgeraden ist im Blick. Meine Rückengymnastik wird durch weitere Dehnübungen und Ausdauertraining für die Beine ergänzt.
  15. Ich nehme an einem Rennen teil und erreiche das Ziel. 

 

Egal, welches Ziel Du Dir setzt, feiere Deine Erfolge. Du kannst stolz darauf sein, große und kleine Schritte hin zu einem lebendigeren Leben gegangen zu sein. Dein Leben ist nicht erst lebenswert, wenn Du dünner bist. Aber beweglich zu sein, kann ein sehr schönes befriedigendes Gefühl sein. 

 

Noch ein Part zu den Zielen, die man auch begrenzen kann. Also Obergrenzen. Davon sprach ich am Anfang. wir haben in uns in der Regel zwei Anteile die miteinander kämpfen. Der Antreiber will immer mehr und dann gibt es den Aufpasser, der eben will, dass wir nicht zu viel tun und auf uns aufpassen. Der auch will, dass wir nicht zuviel neue Erfahrungen machen, sondern lieber bei alten Gewohnheiten bleiben. Unseren Aufpasser erleben wir oft als Willi, den Schweinehund. Dieser wird ganz ruhig und passt gar nicht mehr auf, wenn die Grenze lautet: Ich mache nicht häufiger als viermal die Woche Sport. Denn er fühlt sich ja schon gehört. also geht alles, bis eben dieses viermal. Und das ist doch schon recht ordentlich, oder?